Weinbruderschaft Ortenau verleiht erstmals Michael-Roschach-Ehrenpreis

Weinbruderschaft Ortenau verleiht erstmals Michael-Roschach-Ehrenpreis

Zum 15-jährigen Bestehen hat die Weinbruderschaft Ortenau erstmals den Michael-Roschach-Ehrenpreis verliehen. Diese neue Auszeichnung ehrt Personen, die sich in besonderer Weise für den Ortenauer Wein und die Weinkultur der Region engagieren. Der erste Preisträger ist Winfried Köninger, langjähriges Mitglied und ehemaliger Vorsitzender der Bruderschaft. Köninger wuchs im elterlichen Weingut in Kappelrodeck auf, studierte Weinbau und war als Berater sowie später als Leiter des Weinguts Schloss Ortenberg tätig. Nach seinem beruflichen Rückzug im Jahr 2011 widmete er sich mit großem Einsatz der Weinbruderschaft, übernahm verschiedene Ämter wie Kellermeister und Ordensmeister und führte den Verein schließlich als Vorsitzender. Während seiner Amtszeit wuchs die Mitgliederzahl auf über 100. Im Frühjahr entschied er sich, nicht erneut für das Amt zu kandidieren. Der mit 500 Euro dotierte Ehrenpreis wird künftig jährlich vergeben und erinnert an Michael Roschach, den ersten Ordensmeister der Weinbruderschaft, der 2022 unerwartet verstarb. Er war maßgeblich an der Gründung der Bruderschaft beteiligt und setzte sich dafür ein, dass sie nicht nur ein Winzerverein, sondern ein offenes Forum für alle Weininteressierten bleibt. Auch Köninger verfolgte dieses Ziel und trug dazu bei, dass der Verein jüngere und weibliche Mitglieder gewann. In seiner Dankesrede hob Köninger die entscheidende Rolle von Hans Roschach, dem Bruder des Namensgebers, hervor. Ohne dessen Engagement wäre es 2009 nicht zur Gründung der Weinbruderschaft gekommen.